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Diese Neuigkeit betrübte sie um so mehr, als es sehr gefährlich war, Wein zu holen; das Verbot nämlich, solchen mit sich zu führen, ist so streng, daß man das Schlimmste zu befürchten hat, selbst des Tags über. Und wenn man gar das Unglück hat, des Nachts ohne Licht, Wein tragend, von denen angetroffen zu werden, so die Stadt behüten und über ihre Sicherheit wachen, darf man nicht die geringste Gnade erhoffen. Nachdem man all diese Übelstände erwogen hatte, wiederholte einer aus der Runde mehrere Male, ohne daß ihm jemand antwortete: ›Wie mag es nur zugehen, daß keiner von uns den Mut hat, Wein zu holen?‹ Jahia fühlte sieh von dieser Rede betroffen und sagte zu sich selbst: ›Ich bin hier der einzige Fremde; die Frage kann sich nur an mich richten!‹ Und sich sogleich erhebend, trug er sich ihnen für solchen Dienst an. Auf Mohammeds Gesicht zeigte sich die Sorge, die ihm dies Angebot machte, und das Wort ergreifend, antwortete er ihm: ›Hast du jemals gesehen, daß zu den Aufträgen der Einheimischen Fremde genommen wurden? Also, o mein lieber Freund, bin ich niemals mit deinem Vorschlage einverstanden. Außerdem kennst du die Wege nicht und läufst noch eher Gefahr als ein anderer!‹ Der ganze Kreis stimmte ihm hierin bei und bat Jahia, sich nicht bemühen zu wollen; aber dadurch, daß sie seinen Mut lobten und seine Gutherzigkeit priesen, bestimmten ihn die jungen Leute, sein Anerbieten aufrechtzuerhalten, wennschon sie das Gegenteil zu sagen schienen. Wie eben ein junger Mann, glaubte Jahia, daß ihn seine Ehre dazu verpflichtete, diesen Weg zu machen. Er verdoppelte deshalb seine Bitten; und als die, welche nur daran dachten, Wein zu bekommen, sahen, daß sich kein anderer meldete, welchen zu holen, sprachen sie schließlich zu Mohammed: ›Widersetze dich seinem Vorhaben nicht länger, er hat Mut und Gewandtheit, sicherlich wird er Erfolg haben!‹ Mohammed sah sich genötigt, beizustimmen, und Jahia nahm zwei Krüge, mit denen er glücklich die Schenke erreichte, ließ sie füllen und ging in der Absicht zurück, seine Freunde wieder aufzusuchen.

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